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Ipf-
und Jagst-Zeitung, 02.11.2005
Gitarrenfestival „Jumping Fingers“ - Ellwangen
Ellwangen (rie) - Judith und Volker Niehusmann haben im Palais
Adelmann die große Kunst des Gitarrenspiels gezeigt.
Sie beeindruckten durch ihre nuancenreiche Tongebung. Ihr
Programm führte durch wesentliche Epochen der Musikgeschichte.
Eröffnet wurde der Abend mit einem Tango von Maximo Diego.
Daran schlossen sich „Fantasien“ von Francesco
da Milano an. Die Welt der Renaissance wurde deutlich mit
Anklängen an Madrigale und Reigentänzen. Ein wesentlicher
Beitrag zum Programm war die Suite Nr. 2 in D-Dur von Sylvius
Leopold Weiss, einem Zeitgenossen von Bach. Das Prelude begann
mit wohltönendem Akkordwerk, die Sarabande strahlt Innerlichkeit
aus, zuletzt raste die Gigue mit hüpfenden Fingern (Jumping
Fingers) dahin. Es war höfische Musik in hoher Vollendung.
Dann führte der musikalische Weg in die Wiener Klassik.
Ferdinando Carullis Serenade für zwei Gitarren ließ
die Sonatenformen von Joseph Hadn im Gedächtnis erstehen.
Im „Largo sostenuto war das volksliedhafte Thema wunderschön
herausgearbeitet.
Nun brachte Volker Niehusmann eine eigene Komposition: Suite
Nr.3 „Noa-Noa“ (eine Reise nach Thatiti, „Duftende
Erde“).Schnelle und ruhigere Gitarrenakkorde und Läufe
bestimmen die Impressionen, die auch durch fremdartige südländische
Melodien und Laute gekennzeichnet waren. Am Schluss führte
der Weg noch nach Spanien, dem Land der Gitarre. Bei „Suite
Spagnola“ von Mario Gangispürte man das Feuer der
spanischen Tänzerinnen und Tänzer. Judith und Volker
Niehusmann begeisterten die Zuhörer. Sie zeigten bei
ihrem Konzert, dass sie hervorragende Interpreten der Klassischen
Gitarre sind.
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